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Blue Moon im Mai 2026 – Zwei Vollmonde im Monatslauf

Nora Winter 766 Wörter
Blue Moon im Mai 2026 – Zwei Vollmonde im Monatslauf
Inhaltsverzeichnis
Im Mai 2026 erschien der Vollmond zweimal: einmal zu Monatsbeginn und einmal am Monatsende. Die zweite Erscheinung wird in der verbreiteten Sprache oft „Blue Moon“ genannt. In diesem Text erfahren Sie, welche Definitionen es gibt, was der Terminus historisch meint und worauf Sie bei Beobachtung und Fotografie achten sollten.

Was genau ist ein „Blue Moon“?

Der Ausdruck hat zwei gebräuchliche Bedeutungen: in der Populärsprache bezeichnet er meist den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Eine ältere, astronomischere Variante (aus dem Maine Farmers' Almanac) beschreibt den „Blue Moon“ als den dritten Vollmond in einer Jahreszeit mit vier Vollmonden. Beide Definitionen werden heute verwendet; die populäre zweite-Vollmond-im-Monat-Regel wurde zusätzlich durch James Hugh Pruett (1946) verbreitet.

Kurz erklärt

- Vollmond: Zeitpunkt, an dem Sonne, Erde und Mond in etwa auf einer Linie stehen und die Mondscheibe vollständig beleuchtet erscheint. - Apogäum: der Punkt in der Mondbahn mit größter Entfernung zur Erde; beeinflusst die scheinbare Mondgröße. Ein einfaches Alltagsbild: Ein Blue Moon ist kein besonderer physikalischer Vorgang am Mond selbst — es ist eher ein Kalenderphänomen, vergleichbar damit, wenn ein Monat zwei Montage hat: ungewöhnlich, aber ohne physikalische Ausnahme.
Illustration der beiden Definitionen: links Kalenderblatt mit zwei Vollmonden in einem Monat; rechts Jahressaison mit vier Vollmonden, Markierung des dritten als 'Blue Moon'

Die Termine im Mai 2026 — was Sie wissen sollten

Im Text des BR-Beitrags wurden als Daten 1. Mai 2026 und 31. Mai 2026 genannt. Solche Datumsangaben sind für Leserinnen und Leser nützlich, aber für exakte Beobachtungsplanung sind die Uhrzeiten (in UTC oder lokaler Zeit) entscheidend. Bitte prüfen Sie daher vor der Veröffentlichung die genauen Vollmond-Zeiten für Ihre Zielzeitzone mit einer primären Ephemeridenquelle (z. B. JPL Horizons, IMCCE oder USNO). Hinweis für die Planung: Je nach Zeitzone kann die Vollmond-Phase auf zwei verschiedene Kalendertage fallen — daher entstehen gelegentlich unterschiedliche Aussagen darüber, ob zwei Vollmonde in einem Kalender­monat stattfinden.

Apogäum und ‚kleinster‘ Vollmond des Jahres

Der BR-Beitrag erwähnt, dass der Vollmond am 31. Mai 2026 vergleichsweise klein erscheint, weil das Apogäum kurz danach liegt — genannt wird eine Entfernung von rund 406 000 km. Solche Angaben sind plausibel, müssen aber gegen primäre Ephemeriden verifiziert werden, da Apogäum-Daten und Entfernungen mit Uhrzeit angegeben werden müssen. Warum das auffällt: Weil die Mondbahn elliptisch ist, variiert die Entfernung der Erde zum Mond um mehrere zehntausend Kilometer. Bei größerer Entfernung erscheint der Mond geringfügig kleiner — der Unterschied ist fürs Auge oft subtil, für Fotografie und Messungen aber relevant.

Blue Moon vs. Black Moon – Begriffe einordnen

Begriffe wie ‚Black Moon‘ sind in der Popkultur verbreitet, aber nicht einheitlich definiert. Manche verwenden ‚Black Moon‘ für den zweiten Neumond in einem Monat, andere für einen Monat ohne Vollmond oder für das Fehlen eines Neumonds in einem Monat. Prüfen Sie immer die Definition, die eine Quelle nutzt, bevor Sie Schlüsse ziehen.

Praktische Beobachtungstipps

- Wettercheck: Klare Nächte sind optimal — schauen Sie frühzeitig auf zuverlässige Wettervorhersagen. - Standort: Wenig Lichtverschmutzung erhöht Kontrast; erhöhte Standorte oder Randzonen von Städten helfen. - Timing: Ermitteln Sie die lokalen Auf- und Untergangszeiten des Mondes für den gewünschten Beobachtungsabend (Zeitangaben in UTC bitte in lokale Zeit umrechnen). - Ausrüstung: Für Details genügen schon ein Feldstecher (8–10×) oder ein kleines Teleskop. Für Fotos: Stativ, kurze Belichtungszeiten und ein Blick auf die Histogramm-Anzeige helfen gegen Überbelichtung. - Beobachtungsziel: Kontrastreiche Bereiche am Terminator (Schattenlinie) zeigen Krater und Gebirge am besten — suchen Sie nach Mare-Regionen und markanten Kratern.

Mitmachen

Wenn Sie Bilder oder Beobachtungsnotizen teilen möchten, freuen wir uns über Einsendungen. Nennen Sie bitte Datum, Uhrzeit und Standort (Zeitzone), damit wir die Beobachtungsbedingungen einordnen können.

Fazit

Der Mai 2026 bot ein schönes Kalenderphänomen: zwei Vollmonde in einem Monat, das viele als ‚Blue Moon‘ bezeichnen. Für Beobachterinnen und Beobachter ist das vor allem ein Anlass, den Mond bewusst zu beobachten und dabei die Unterschiede in scheinbarer Größe und Lichtstärke zu vergleichen. Für die Redaktion gilt: Uhrzeiten und Apogäum-Daten vor Veröffentlichung mit Primär­ephemeriden abgleichen. Redaktionshinweis: Vor endgültiger Veröffentlichung bitte exakte Vollmond- und Apogäumzeiten (inkl. UTC) gegen JPL Horizons/IMCCE/USNO prüfen und die historische Quelle zu James Hugh Pruett exakt angeben.

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